Beweise – Zeugen
Bei Profis wie Thomas Bubendorfer, die ihren eigenen Weg gehen und sich damit nicht nur Freunde machen, geht es immer wieder um das Thema Glaubwürdigkeit. Dazu so viel:
Mit Ausnahme einiger weniger Alleinbegehungen in den Alpen (z.B. am Piccolo Mangart) wurde Thomas Bubendorfer bei seinen schwierigsten Alleingängen ausnahmslos von anderen Bergsteigern beobachtet (Aconcagua Südwand), oder er wurde dabei gefilmt ("TV Dokumentation") und fotografiert.
Von den Alleinbesteigungen am Mount Fitz Roy in Patagonien (1986) und dem Mount Laurens in Alaska (1997) hat er lückenloses Fotomaterial mitgebracht (siehe FOTOS).

  2001-2006

Thomas Bubendorfer entdeckt das Klettern an gefrorenen Wasserfällen nach einer 15-jährigen Pause „neu“.
Dabei lernt er am meisten von seinem Freund Markus Pucher, einem der besten deutschsprachigen Eis- und Mixed Kletterer. Nach drei mühsamen „Lehr-Wintern“, die sehr reich an Demutsübungen waren (2001-2003) gelingen TB im Winter 2004/05 und 2005/06 vor allem in den österreichischen Alpen 16 Erstbesteigungen, darunter „Comme des Garcons“ (3 SL, mit Sepp Inhöger, Januar 05) bei den Grünsee Fällen im Salzburger Land. Diese ist heute eine der schwierigsten Mixed-Routen in Salzburg.
Im Winter 2006 gelingen ihm, wieder mit Sepp Inhöger, fünf faszinierende Routen in der Salzburger Liechtensteinklamm und in Bad Gastein.
Siehe FOTOS 2006.

1998-2001 Maximal hohe Ziele setzt sich Thomas Bubendorfer im Alleingang, ohne Unterstützung, in diesen Jahren an Bergen in Alaska, Patagonien und im Himalaya. Keiner dieser Berge wurde vor ihm (oder nach ihm) im Alleingang versucht.
Er scheitert, meist am Wetter – El Nino (1998), Kälte (Patagonien 2001) zwei Mal an der 3000 Meter hohen und nach wie vor unbestiegenen Ostwand des Mount McKinley (1998 und 1999), sowie (1999) am 7.388 Meter hohen "Ultar Sar" im Karakorum, Pakistan. Der "Ultar" ist der vielleicht letzte Siebentausender, der (1995) erstbestiegen wurde. Der leichteste Weg zum Gipfel ist eine 3000 Meter hohe Wand...

Den Cerro Torre in Patagonien im Winter (!) über die Südwand im Alleingang zu schaffen gelingt ihm 2001 vor allem wegen der extremen Witterungsverhältnisse nicht: 1,20 Meter Neuschnee, dann drei Wochen –28 Grad in nur 300 Meter Seehöhe...


  1997

"Mount Laurens", ca. 3.200 m, Alaska Range, Alaska, USA. 1.Besteigung im Alleingang in 11 Stunden über die Nordwand mit an schließendem Westgrat. Ca. 1.200 Meter. Der vermutlich schwierigste und höchste unbestiegene Berg in der Mt.McKinley Kette. Thomas Bubendorfer war im Basislager 16 Tage allein, ohne Funkkontakt zur Außenwelt. 140km weglose Gletscher und Tundra trennten ihn vom nächsten zivilisierten Stützpunkt.

 

1995

Gr.Sattelkopf (Hochkönig), Südkante "500" (VII+), 1. (seilfreie) Alleinbegehung (exklusive letzter Seillänge). Insgesamt Bubendorfer´s schwierigster Felsalleingang.
TV-Dokumentation

 

1993

Dachstein Südwand, "Indirekte" (900 m, VI+), 1.(seilfreie) Alleinbegehung, zugleich 1.Winterbesteigung und schnellste Begehung: 2 Std. 10 Min.Std.).
TV-Dokumentation
Hochthron (Tennengebirge), S-Wand "Prechtplatte" (VII+), 1. (seilfreie) Alleinbege hung
Torsäule (Hochkönig), Südpfeiler "Mountainbike" (1 SL -VIII), 1. (seilfreie) Alleinbege hung
TV-Dokumentation

Die beiden letzten sind vermutlich die schwierigsten seilfreien Alleingänge im Hochgebirge, zu-mindest deutschsprachigen Raum.

 

1992

Kl.Fieberhorn (Tennengebirge), dir.Westkante (VI+), 1. (seilfreie) Alleinbegehung

 

1991

Aconcagua, 6.956 m (Argentinien), Südwand ("Messner-Direttissima"): höchste und schwierigste Wand der westlichen Hemisphäre am höchsten Berg der westlichen He-misphäre). 1.seilfreie Alleinbesteigung in damals schnellster Begehung: 16,5 Std., zu-gleich erste Ein-Tages-Besteigung. TV-Dokumentation
Teufelskirchl (Hochkönig), dir.SO-Pfeiler (VI+), 1. (seilfreie) Alleinbegehung, on sight

 

1988

Hochkönig, Südwand, "Gloria Patri" (VI+), 1.Alleinbegehung.
TV-Dokumentation
"Fünf Wände Enchaînement" in den Dolomiten. Die Nordwände der Drei Zinnen, Süd wand der Marmolada und NW-Wand von Sasso Pordoi ("Via Niagara") an einem Tag. Insgesamt 3.000 Höhenmeter senkrechter bis überhängender Dolomitenfels bis zum VII.Schwierigkeitsgrad in seilfreiem Alleingang. Hubschraubertransport vom Gipfel zum nächsten Wandfuß. Bis heute in den Alpen in reinen Felswänden nicht wiederholt ("Alpinisme & Randonnée", 4-95).
TV-Dokumentation "Geht nicht gibt´s nicht" („ Thomas Bubendorfer)

 

1987

Piccolo Mangart (Julische Alpen), Nordwand, "Große Verschneidung" (VI+), 1.seilfreie Alleinbegehung (2 Stunden)
Großer Bratschenkopf (Hochkönig), Südwand, "Ein bißchen Marmolada" (VII), 1.Alleinbegehung
Tofana di Rozes (italienische Dolomiten), Südpfeiler, Ausstieg über neue Route (VI), 1.Alleinbegehung (seilfrei)

 

1986

Mount Fitz Roy, Patagonien, (Argentinien), "einer der schwierigsten Ber ge der Welt", "Chouinard (-Amerikaner)" Route (VI, A2), 1.Alleinbegehung und 1. Ein-Tages-Besteigung durch einen Alleingänger in 23 Stunden non stop.
TV-Dokumentation

 

1984-1985

Vor allem ca. 40 gefrorene Wasserfälle in den Salzburger Alpen in jeweils 1.(seilfreier) Alleinbesteigung (bis Schwierigkeitsgrad V+, damals so ziemlich der höchste).
TV-Dokumentationen

 

1983

Matterhorn Nordwand, 1.seilfreie Alleinbegehung (damals schnellste Begehung, 3 Std. 50 Min. (zugleich mit dem Österreicher Peter Rohrmoser)
Eiger Nordwand, 1.seilfreie Alleinbegehung, bis heute schnellste Begehung, 4 Std. 50 Min.

  1982 Ortler (Italien), Nordwand, 1.Winteralleinbesteigung in Rekordzeit (ca. 4 Std.) mit Reinhard Schiestl und Kurt Schoißwohl
Les Droites (Montblanc Gebiet), Nordwand ("schwierigste kombinierte Wand der Al- pen). Winterbegehung in Seilschaft an einem Tag
Les Droites (Montblanc Gebiet), dir.Nordpfeiler (VI), 1.seilfreie Alleinbegehung (on sight), damals schnellste Begehung, 7 Std.
Grandes Jorasses (Montblanc), Nordwand "Walker-Pfeiler", 1.seilfreie Alleinbegehung (on sight), damals schnellste Begehung, 7 Std.)

 

1981

Hochkogel (Tennengebirge), NW-Wand (800m, "Weg der Freunde", VI+, A2) 1.Alleinbegehung (zugleich 3.Begehung und 1.Besteigung an einem Tag)
Dachl (Gesäuse), Nordwand (800 m, "Superlative", bis VII), 1.Alleinbegehung. Vermut-lich bis heute nicht wiederholte Kombination von drei äußerst schwierigen Routen
Kleiner Törlwieskopf (Hochkönig), Nordwand "Jubiläumsriss" (VII, A1), 1.Alleinbegehung
Windluckenwand (Dachstein), Südwand "Wasserfallweg", (VI), 1.Alleinbegehung
Windluckenwand (Dachstein), S-Wand "Kurt Maix Gedenkweg" (VI+), 1.Alleinbegehung (beide am selben Tag)
Windluckenwand (Dachstein), S-Wand "Schmetterlingsweg", (V). 1.Alleinbegehung
Torstein Südwand "Pfeilerroute" (Precht/Sucher), (VI-, A0). 1.Alleinbegehung

 

1980

Großer Bratschenkopf (Tennengebirge), SW-Wand (V+), 1.Alleinbegehung
Pik Korshenewskaja, 7.135 m (ehemalige UDSSR, heute Kirgisien), Besteigung ohne künstlichen Sauerstoff in drei Tagen
Civetta (italienische Dolomiten), NW-Wand ("Die Wand der Wände"), "Philipp-Flamm Route" (die damals schwierigste Freikletterroute der Alpen, VI, A2), 2.Alleinbegehung in Rekordzeit von 4 Std. (1.Alleinbegehung: Reinhold Messner in 7 Std.)

 

1979

Großer Bratschenkopf (Hochkönig), Südwand "Y" (V+), 1.Alleinbegehung
Torsäule (Hochkönig), Südpfeiler (VI+; A2), 1.Alleinbegehung
Windluckenwand (Dachstein), Südwand "Y" (VI, A0), 1.Alleinbegehung
Hochkönig, Südwand-Verschneidung (VI, AO), 1.Alleinbegehung

 

1978

Gr.Sattelkopf (Hochkönig), Südkante (VI, A2). 1.Alleinbegehung
Kl.Törlwieskopf (Hochkönig), Nordwand "Heini-Holzer-Gedächtnisweg" (VI+) 1.Alleinbegehung

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