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| Vor mehr als 30 Jahren bestieg Thomas Bubendorfer seinen
ersten Berg – allein, ohne äußeren Anstoß.
Es gibt keine Bergsteiger in seiner Familie. Was damals aus
Neugier und Abenteuerlust begann wurde schnell zur Leidenschaft,
und später wurde die Berufung zum Beruf.
Trotz unzähliger Erfolge in den Bergen der Welt hat
er auch die Schattenseiten seines Tuns kennen gelernt: bei
Werbeaufnahmen 1988 stürzt er 20 Meter tief in eine
felsige Schlucht und verletzt sich schwer. Neun gebrochene
Wirbel und ein steif gebliebenes Sprunggelenk sind die Folgen.
Dennoch schafft Thomas Bubendorfer seine schwierigsten Besteigungen
nach dem Unfall! |
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Um den Gipfel geht es nicht! |
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Bergsteiger ist Thomas Bubendorfer vor allem
aus Leidenschaft. Die prinzipielle Freude an sämtlichen
Prozessen, die sein Beruf mit sich bringt, hält er für
die wesentliche Quelle seiner Höchstleistungen. Sie hat
ihm auch die Kraft gegeben, seine schwere Krise 1988 und 1998
zu überwinden. Gipfel, sagt er heute, ergeben sich meist „von
selbst“, gleichsam als Nebenprodukt.
Das Resultat dieser Leidenschaft sind bis heute mehr als
70 Erstbesteigungen und vor allem 1. Alleinbesteigungen
in den Alpen, den Anden, in Alaska und im Himalaya, die
meisten ohne Seil und in Rekordzeit. Allein in den zwei
Wintern 2005 und 2006
waren es 16 Erstbesteigungen und zwei 1.Alleinbesteigungen! Siehe
FOTOS 2005/2006.
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Vom Alleingänger zum Teamspieler |
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International bekannt geworden ist Thomas Bubendorfer
mit seinen spektakulären seilfreien Alleinbesteigungen
schwierigster Gebirgswände in Europa und den Anden.
Schon mit 21 Jahren konnte er als Erster die Eiger Nordwand,
die berüchtigste Wand der Alpen – ohne Seil in weniger
als fünf Stunden besteigen! Viele Jahre galt er als der
Alleingänger schlechthin. Dabei hat er immer wieder die
entscheidende Bedeutung seiner Lehrmeister und Partner betont, „ohne
die nichts geht“.
Vor allem beim Eisklettern in den letzten Jahren ist er
fast ausschließlich mit Freunden unterwegs, und im
August 2005 hat er im winterlichen Patagonien seine erste
Expedition zu zweit unternommen (mit Markus Pucher), zur
Südwand des Cerro Torre.
1.Begehung
von "Teamwork", Liechtensteinklamm, Salzburger Land,
Februar 2006.
© Peter
Rohrmoser |
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Vom Felskletterer zum Eis-Spezialisten |
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So wie sich der Mensch Thomas Bubendorfer
geändert hat, so hat sich auch der Bergsteiger TB gewandelt.
Nach zwei Jahrzehnten vor allem des Felskletterns ist er
heute ein begeisterter Winterbergsteiger (Patagonien, Montblanc)
und Eiskletterer.
Vorbereitung ist alles
Unter der Anleitung des bekannten Leistungsdiagnostikers
Dr.Bernd Pansold trainiert Thomas Bubendorfer bis zu 16 Stunden
pro Woche.
1.Begehung "Comme
des Garcons", Grünseefälle.
Januar 2005
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Höhentraining in St. Moritz |
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Nach dem intensiven Eisklettern, das sehr kraftbetont ist,
konzentrierte sich Thomas Bubendorfer im Frühjahr
auf das Aufbauen seiner Allgemeinkondition und machte bis
Ende Mai 25 Skitouren mit insgesamt 40.000 Höhenmetern,
dazu kamen 40 Einheiten mit bis zu 100 Minuten auf dem
Ergometer.
Anbei ein Selbstporträt nach einer 2.200
Höhenmeter Skitour beim Höhentraining in St.Moritz.
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Thomas Bubendorfer ist vermutlich der jüngste Alleingänger
in der Geschichte des Alpinismus.
Mit 16 Jahren gelangen ihm seine ersten zwei äußerst
schwierigen Felswände in 1. Alleinbegehung.
Mit 18 bestieg er den 7.135 Meter hohen Pik Korshenewskaja im
westlichen Teil des Himalaya.
Bis zu seinem 20.Lebensjahr waren ihm bereits 15 Erste Alleinbegehungen
in seinen Heimatbergen gelungen.
Mit 21 hatte er die großen Alpenwände Eiger, Matterhorn,
Grandes Jorasses, Droites und Civetta als Erster allein, ohne
Seil (bis auf Civetta) und alle in Rekordzeit bestiegen.
1986 gelang ihm der Mount Fitz Roy in Patagonien, der als einer
der schönsten und schwierigsten Berge der Erde bezeichnet
wird, in einem 23-Stunden Alleingang.
1988 durchstieg er an einem Tag ohne Seil fünf äußerst
schwierige Dolomitenwände bis zum VII.Schwierigkeitsgrad
(insgesamt 3000 Höhenmeter).
1991 gelingt ihm die erste seilfreie Alleinbesteigung der „Direttissima“ in
der drei Kilometer hohen Südwand des Aconcagua, 6.956m,
in den Anden.
In den 90er Jahren klettert er in reinen Felswänden im Gebirge
Routen bis zum Schwierigkeitsgrad –VIII und VI+ im Winter.
1997 gelingt ihm der vermutlich höchste unbestiegene Berg
der Alaska Range (beim Mount McKinley) im Alleingang, wobei er
mehr als zwei Wochen von der Umwelt abgeschnitten war.
In den Wintern 2005 und 2006 gelingen ihm 16 Ersbesteigungen
an äußerst schwierigen gefrorenen Wasserfällen
und zwei 1.Alleinbesteigungen.
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