Thomas Bubendorfer  
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Lang vor den Bergen waren Bücher und das Lesen die große Leidenschaft von Thomas Bubendorfer. Eine logische Konsequenz war da nur, dass er bereits mit 15 die ersten (nie publizierten) Artikel über seine damaligen Besteigungen verfasst hat. Mit 22 erschien dann bereits sein erstes Buch „Der Alleingänger“, der sofort ein Bestseller wurde (heute vergriffen).

Wie er in seiner bergsteigerischen Entwicklung nie stehen geblieben ist, so hat er sich auch beim Schreiben weiter entwickelt und bereits in seinem zweiten Buch, „Mount Fitz Roy – Die Qualität des nächsten Schrittes“ das Ich teilweise hinter sich gelassen (in „Senkrecht gegen die Zeit“ ganz) und versucht allgemeingültige Gesetze aufzuspüren, die menschlichem Tun zugrunde liegen und die natürlich auch sein Tun in den Bergen bestimmen.

Die Berge und was er in ihnen erlebt, das, was ihn Berge lehren, ist und bleibt sein Ausgangspunkt. Im Mittelpunkt seines Denkens und Schreibens steht immer der Mensch, wobei es „gleichgültig ist, ob einer nie etwas Steileres bestiegen hat als einen Barhocker, oder ob er in die Eiger Nordwand steigt: das Gelände ist ein anderes, aber der Mensch bleibt immer derselbe“.

 


  Ausgangspunkt jetzt

Der Ausgangspunkt für das neue Buch ist die Erkenntnis des Extrembergsteigers Bubendorfer, dass Ziele (die hier metaphorischen Gipfel) zwar gesetzt, dann aber gleichsam „vergessen“ werden müssen, denn Gipfel, kleine wie ganz große, besteigt man Schritt für Schritt, man besteigt sie in der Gegenwart, eben - Jetzt! Der Gipfel ist auch kein Endziel, so wenig wie der einzelne Schritt ein Endziel ist. „Es gibt nur Ausgangspunkte, jetzt und hier“, sagt Thomas Bubendorfer, und schreibt in 13 Kapiteln über Mut, Angst, Freude, Sinn, über Ziele und Verantwortung, Erfolg und Risiko, und viele Themen mehr, die jeden Menschen ansprechen.

Das Buch hat 122, großteils unveröffentlichte Farbfotos von Expeditionen aus Alaska, Pakistan, Argentinien, Nepal und Tibet, sowie sehr spektakuläre Aufnahmen von Besteigungen gefrorener Wasserfälle in den Jahren 2002 bis 2006.

 


  Senkrecht gegen die Zeit

 

„Senkrecht gegen die Zeit“, Thomas Bubendorfers wichtigstes und sein Lieblingsbuch erschien nach einer literarischen Schaffenspause von acht Jahren 1995 im HERBIG VERLAG, München. Diese acht Jahre hatten Thomas Bubendorfers Leben durch seinen schweren „Arbeitsunfall“ bei Werbeaufnahmen besonders stark geprägt. Er hatte seine „Unschuld“ verloren und seine Sterblichkeit und Fehlbarkeit erfahren.

5. Auflage 2007!

 

 

Mit bleibenden Verletzungen, wie einem steifen Sprunggelenk, jemals wieder Extrembergsteigen zu können, geschweige denn schwierigste Wände in seinem besonderen Stil, dem seilfreien Alleingang schaffen zu können, erschien lange Zeit unmöglich. Daß und wie er es geschafft hat, darum geht es in „Senkrecht gegen die Zeit“ in drei großen Kapiteln, die Abstieg, Katharsis und Aufstieg symbolisieren.
Bubendorfer behandelt sich selbst darin in der dritten Person (bis auf die letzte Seite), weil ihm das Ich zu nahe ist, weil ihm Er, der zerschmettert nach dem Absturz, monatelang im Spital liegt und auf Krücken geht, der in der Folge zwei Mal (erstmals!) am Berg scheitert und später doch seine schwierigsten Alleingänge schafft, einerseits zu fern ist und andererseits auch zu fremd, als daß er Ihn in der ersten Person hätte beschreiben können. Außerdem erscheint ihm, Thomas Bubendorfer, sein Auf- und Absteigen als nichts Ungewöhnliches, sondern ist im Gegenteil ein dem menschlichen Leben zugrunde liegendes Prinzip.

Kritiken

Die Welt
„Philosophie und Dichtung“

Süddeutsche Zeitung
„Sprache und Gliederung erinnern an eine Odyssee, eine Prüfung, wie sie Götter dem antiken Helden auferlegen. Das Buch bietet Lebensklugheit, Poesie“

Die Zeit
„Die Kameraden der Zunft haben vor Zorn geschäumt. Es passt ihnen nicht, dass er Philosophie mit Sport verbindet. Sie spüren, dass Bubendorfer ihnen bei seinem (auch gegen sich selbst) rücksichtslosen Alleingang ein ganzes Stück enteilt ist“

Die Furche (Wien)
„Wo sich Bubendorfer an die Grenze des Sagbaren herantastet, offenbart sich die Qualität seiner Sprache … ein äußerst sympathisches Buch, … ein provozierendes Buch über den Tod … und nicht zuletzt ein spannendes und sehr gut geschriebenes Buch“

Neue Kronenzeitung (Wien)
„Brillant geschriebenes Abenteuer ebenso wie bestrickende Allegorie, Philosophie und Symbolik - sein bisher bestes Buch“

 


  ZauberWort vom Berg

In der Reihe „SichtWeisen“ des exklusiven Coppenrath Verlages erschien 2007 ein kleines bebildertes Buch mit Sinnsprüchen, die in und durch die Berge entstanden sind.

www.coppenrath.de

 


  Solo

1987 erscheint „Solo“, ein Bildband. Obwohl ästhetisch gelungen, ist Thomas Bubendorfer mit diesem Buch nicht sehr glücklich. Er hat es immer für ziemlich überflüssig gehalten. Es ist (Gott sei Dank) auch nicht mehr im Handel erhältlich.

Vergriffen!!

 


  Die Qualität des nächsten Schrittes

1986, nach der ersten Alleinbesteigung der „Amerikaner Route“ am Mount Fitz Roy in Patagonien erscheint „Mount Fitz Roy - Die Qualität des nächsten Schrittes“, im Orac Verlag in Wien. Hier zeigt sich bereits Thomas Bubendorfer´s Neigung zu Literatur und Philosophie. Im Vordergrund steht nicht mehr das reine Bergsteigen (wie im „Alleingänger“), sondern die Symbolik der Berge und die allgemeingültige Wahrheit, die menschlichem Tun zugrunde liegt. So wurde „Die Qualität des nächsten Schrittes“ auch in der deutschen Presse mit dem Kultbuch der 80er Jahre: „Zen und die Kunst, ein Motorrad zu warten“, verglichen. In zwei Auflagen wurden 17.000 Stück verkauft. Das Buch ist nicht mehr im Handel erhältlich.

Vergriffen!!

 


  Der Alleingänger

1984, nach seinen auch einer breiten Öffentlichkeit bekannt gewordenen Alleingängen in den großen Alpenwänden schrieb Thomas Bubendorfer von 1983 - 1984 sein erstes Buch: „Der Alleingänger“ (Pinguin Verlag, Innsbruck 1984). Er beschreibt darin vor allem seinen „Aufstieg“ als leidenschaftlicher Bergsteiger und die ersten Jahre und seine Erfahrungen als Profibergsteiger.

Vergriffen!!

 

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